Swiss Austrian German
Simulation And Gaming Association
Gesellschaft für Planspiele
in Deutschland, Österreich und Schweiz e.V.
DeutschEnglish Home  Suche  Kontakt  Impressum 
 suchen 
Menü
Home 
Neuigkeiten 
Verein 
Planspiele 
Rezensionen 
Literatur 
Produkte 
Artikel 
Diskussion 
Links 
Termine 

Impressum 
Kontakt 
Suche 
Login
 Benutzername
 Passwort


Login nur für Mitglieder des Vereins verfügbar

[Passwort vergessen?]

Die Planspielmethode

Um die Forderung nach der Bildung von anwendbarem Wissen und sozialen Kompetenzen und um die Visionen selbstorganisierten erfahrungsbezogenen Lernens in die Praxis umsetzen zu können, bedarf es geeigneter Trainingsmaßnahmen und Ausbildungsmethoden. Wir verwenden den Überbegriff "Planspielmethoden" für zahlreiche erfahrungsorientierte Lernformen wie z.B. Rollenspiele, Improvisationen, Unternehmenstheater, Teamübungen, Lernspiele, Computersimulationen, und (Unternehmens-)Planspiele im engeren Sinne.

Gemeinsam ist diesen Methoden die Vorgabe komplexer Probleme, die in einer Gruppe von Personen gemeinsam gelöst werden müssen. In dieser Weise können die Teilnehmer an erfahrungsorientierten Lernformen in der Praxis erfahren, welche Faktoren und Dynamiken in verschiedenen relevanten Lebenswelten wirksam werden. Damit wird einerseits die Fähigkeit ausgebildet, mit komplexen Prozessen und Systemen adäquat umzugehen und die Planung von sinnvollen Handlungsstrategien vorzunehmen und andererseits wird die Systemkompetenz der Beteiligten erweitert, da die Entwicklung von effizienteren Kommunikations- und Organisationsstrukturen in einem weitgehend angstfreien Klima durch eigenes Handeln erprobt werden kann. Einige Vorteile des Einsatzes von Planspielmethoden sind:

Planspielmethoden unterstützen eine selbstorganisierte und praxisorientierte Lernkultur. Kernidee dieser Lernkultur ist eine Form des Erfahrungslernens, d.h. dass in und an authentischen und komplexen Problemstellungen gelernt werden soll. Diese Lernumgebung ermöglicht den Umgang mit realen Problemen und authentischen realitätsnahen Situationen. Zugleich stellen Planspiele auch eine Form kooperativen Lernens dar, weil sie Problemlösen im Team herausfordern. Planspiele ermöglichen Probehandeln, d.h. das Planen sinnvoller Handlungsstrategien, ihre Ausführung und Optimierung. Probehandeln ist eines der zentralen Elemente für das Gelingen von Lernprozessen.

Relevante Faktoren und Dynamiken spezifischer Umwelten können mittels Planspielen konkret erlebbar gemacht werden. Das zugrundeliegende erfahrungsorientierte Lernkonzept korrespondiert in seinen Phasen mit den Möglichkeiten, die Planspiele bieten: Aktives experimentieren - Erfahrungen sammeln - Reflexion über sachliche und gruppendynamische Aspekte des Erlebten - Generalisierung und Formulierung von Konsequenzen. Die Phasen dieser Lernzyklen, damit verbundene Blockaden und Resultate können mittels Planspielen optimal veranschaulicht werden.

Die Planspielmethode entspricht einer sozial-konstruktivistischen Sicht von Lernen. Wissen entsteht nicht nur in einer einfachen kognitiven Verarbeitung äußerer Reize, sondern als aktive Konstruktion, die innerhalb einer Gruppe vollzogen wird. Im Planspiel und dessen Reflexion wird die soziale Konstruktionen von Wissen anschaulich gemacht, Perspektiven werden ausgetauscht und die Teilnehmer öffnen sich für Veränderungen. Planspielmethoden bieten den Vorteil, dass eine Reihe verschiedener Szenarien durchgespielt werden können. Die Teilnehmer an Planspielen können sich selbst in verschiedenen Rollen einbringen und mit verschiedenen Problemlösealternativen experimentieren. Dadurch wird Perspektivenvielfalt ermöglicht. Durch eine Reihe an Erfahrungen von unterschiedlichen Rollen, Situationen und Konsequenzen des eigenen Handelns können in der Gruppe die Beziehungen zueinander reflektiert werden.

Die Fähigkeit zu organisationalem Lernen wird sowohl von individuellen Kompetenzen und Werthaltungen, aber auch von neuen Leitgedanken, Konzepten und Methoden sowie neuen Organisationsstrukturen beeinflusst. Die Hervorbringung, Kommunikation, Repräsentation und Nutzung von Wissen vollzieht sich maßgeblich in Teams. Im Planspiel werden diese Zusammenhänge wirksam und erlebbar gemacht.

Gerade im Bereich der Entwicklung von Problemlösefähigkeiten in der Gruppe ist es notwendig, dass auch Fehler gemacht werden dürfen. Die Möglichkeit Handlungsfehler zu begehen sollte deshalb nicht durch gestalterische Maßnahmen verhindert werden. Es sollte lediglich garantiert werden, dass die Folgen der an sich wünschenswerten Fehler (aus denen dann gelernt werden kann) harmlos bleiben. Planspielmethoden stellen "fehlerfreundliche Umwelten" dar und erlauben Handlungsspielräume. Planspiele ermöglichen ein risikoloses Sammeln von praktischen Erfahrungen.

Wesentliche Kompetenzen, (z.B. in Führungs-, Team- und Problemlösungsprozessen) die als sog. Schlüsselqualifikationen heute und in Zukunft verstärkt in Organisationen und am Arbeitsmarkt gefordert werden, können mit den Planspielmethoden im bewusst doppeldeutigen Sinne des Wortes "spielend erlernt" werden.

Von Willy Kriz


© 2003 SAGSAGA
  
Neuigkeiten
  MARGA - Das General Management Planspiel
  Projektmanagement zum Anfassen
  MARGA - Das General Management Planspiel
Termine
18.09.2008:
 Intensivtraining BWL & Management
13.11.2008:
 Intensivtraining BWL & Management

 Alle Termine anzeigen